Freitag, 1. Juli 2011

Grundgedanke Kind-Eltern-Beziehung

Der Paradigmenwechsel in der Entwicklungspsychologie und gleichzeitig die Basis von Jesper Juul und Co:
  1. Kinder werden mit sozialen Kompetenzen geboren.
  2. Kinder haben das Bedürfnis, Beziehungen einzugehen, um sich zu entwickeln.
  3. Kinder wollen in der Beziehung zu den Erwachsenen (Eltern, Bezugspersonen) sich wertvoll fühlen.
  4. Kinder wollen keine Einbahnbeziehung (Eltern zu ihnen), sondern sie wollen was zurückgeben.
  5. Jesper Juul: Beziehung sollte eine Subjekt-Subjekt-Beziehung sein. Kind und Erwachsener Geben und Nehmen und Wirken somit in der Beziehung.
  6. Um sich wertvoll zu fühlen, arbeitet das Kind kompetent mit dem Erwachsenen zusammen, egal ob es für das eigene Leben konstruktiv oder destruktiv ist.
  7. Zusammenarbeit mit destruktiven erwachsenen Verhalten belastet die Integrität des Kindes. Es muss sich mehr anstrengen als es verkraften kann. Dieses Ungleichgewicht äußert sich im Verhalten des Kindes.
  8. Die Verantwortung für die Qualität einer Beziehung zum Kind hat der Erwachsene alleine! Daher ist hier häufig die Wurzel zu suchen, für destruktives Verhalten von Kindern.
Quelle: DIALOG mit Eltern: Gelungene Lehrer-Elterngespräche (Seite 101 f.)